bio







Andrea Conangla, Sopranistin, von der Presse als erstaunliche Stimmakrobatin beschrieben, ist für ihre außergewöhnliche stimmliche Beweglichkeit, ihre unverwechselbare Bühnenpräsenz und ihr feines musikalisches Gespür bekannt. Ihr Kalender spiegelt eine kohärente und unverkennbar persönliche künstlerische Vision wider, die historisch informierte Aufführungspraxis, virtuose neue Oper, kollaborative Musiktheaterformate und zunehmend auch ihre eigene Arbeit als Komponistin-Improvisatorin und Regisseurin umfasst.

Nach ihrem Debüt an der Staatsoper Stuttgart und in der Isarphilharmonie mit den Münchner Philharmonikern sprang Andrea mit weniger als 24 Stunden Vorlauf für die Uraufführung von Howard Moodys Solar – Icarus Burning am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel ein. Die Aufführung festigte ihren Ruf als Interpretin zeitgenössischer Oper und führte zu weiteren Uraufführungen in ganz Europa: die Titelrolle in Alessandro Batticis Icaro bei JOiN - Junge Oper im Nord, Geist in Body Work von Laura Winkler und Amy Stebbins an der Neuköllner Oper in Berlin sowie Bôba in Relicário Perpétuo von Luís Tinôco und Luisa Costa Gomes, inszeniert von Nuno Carinhas, am Teatro Nacional S. Carlos in Lissabon.

In der Saison 2025/2026 verkörperte Andrea Mozarts Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Händels Cleopatra (Giulio Cesare) und Rameaus La Folie (Platée) auf Tournee mit dem Orquestra Metropolitana de Lisboa und setzte ihre Zusammenarbeit mit dem Sond'Arte Electric Ensemble fort, mit dem sie Miguel Azguimes A Laugh to Cry mehrfach aufführte. Außerdem wurde sie für die YARITORI Artist Residency in Tokio ausgewählt, wo sie Kodama (2026) schuf, eine Skulptur- und Klanginstallation, inspiriert von der Lyrik Misuzu Kanekos. Die Installation wurde in der Portugiesischen Botschaft in Tokio gezeigt, wo sie auch Werke ihres Debütalbums Autopsychografia (2024) aufführte. Das Album vereint zeitgenössische Lieder von Helmut Lachenmann, Sara Glojnarić, Igor C. Silva und Sofia Borges auf Texte von Fernando Pessoa und wurde im Casa Fernando Pessoa und im O'culto da Ajuda in Lissabon, bei der Kunststiftung Baden-Württemberg in Stuttgart und beim Open Music Festival in Graz präsentiert.

Andrea ist regelmäßig als Solistin im Oratorium und in geistlicher Musik zu hören; zu ihrem Repertoire zählen Bachs Weihnachtsoratorium und Matthäus-Passion, Mozarts Exsultate, jubilate und Regina coeli sowie Brahms' Ein deutsches Requiem. Als Liedsängerin hat sie mit der Pianistin Jana Luksts und den Pianisten Thomas Seyboldt und Marcelo Amaral zusammengearbeitet und fühlt sich zu unkonventionellen Programmen hingezogen, die Klassiker der deutschen Liedtradition mit neuen Werken und politischem Kommentar verbinden — zum Beispiel no fe·mi·ni·no, das Schumanns Liederzyklus Frauenliebe und Leben in einen zeitgenössischen Mixed-Media-Kontext neu einordnet.

Der Austausch mit Komponist:innen wie Helmut Lachenmann, Luxa M. Schüttler, Jennifer Walshe, Bernhard Lang, Miguel Azguime und Sara Glojnarić hat ihre künstlerische Vision geprägt und sie dazu inspiriert, ihre eigenen Anliegen auf die Bühne zu bringen. Zapping Machine (2018), Extreme Makeover (2018/2021) und When I Walk/Quando m'en vo (2020/2023) waren ihre ersten Schritte im Bereich der künstlerischen Intervention; 2025 debütierte sie als Regisseurin mit der experimentellen Oper Schaum von Paul Hauptmeier und Martin Recker in Bremen.

Andrea studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Angelika Luz und Prof. Ulrike Sonntag und unterrichtete Vokalimprovisation an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen (2020-2023). Als Gastdozentin leitete sie Workshops und Seminare am Balleteatro in Porto und an der Musikakademie Łódź in Polen. Sie war Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg und erhielt die InSzene:Vokal-Förderung von Podium Gegenwart des Deutschen Musikrats.

Seit dem Wintersemester 2026/2027 ist sie Lehrbeauftragte für Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.

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