Mit einem bemerkenswerten Sensorium für gesellschaftspolitische Realitäten und einer großartigen künstlerischen Willenskraft erhebt Andrea Conangla (Portugal/Spanien) als Sopranistin und Improvisatorin in der Welt der klassischen und zeitgenössischen Kunst ihre Stimme. In ihrer Arbeit konzentriert sich Andrea u.a. auf sozio-politische Themen wie Social Media, Feminismus und Body Politics: eine vielseitige Künstlerin, die sich an der Schnittstelle zwischen künstlerischer Intervention und komponierter und improvisierter Musik bewegt.

Seit 2017 lebt sie in Stuttgart, wo sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Master Neue Musik bei Prof. Angelika Luz mit Auszeichnung sowie CAS (Certificate of Advanced Studies) bei Prof. Ulrike Sonntag abgeschlossen hat, die von Thomas Seyboldt geleitete Schubertklasse besuchte und prägende kompositorische Impulse von Martin Schüttler erhielt. Andrea hat einen Master in Musikpädagogik an der Universidade de Aveiro, Portugal, absolviert, wo sie sich neben dem Unterrichten von klassischem Gesang auf das Unterrichten von Gesang durch Bewegung und Improvisation spezialisiert hat. Andrea hat Meisterkurse u.a. bei Sarah Maria Sun, Donatienne Michel-Dansac, Thomas Seyboldt, Margreet Honig, Susan Waters und Anna-Maria Hefele (Obertongesang) belegt. 2013 gewann sie den Internationalen Musikwettbewerb Santa Cecília in Porto, Portugal.

Als gefragte Solistin in den Bereichen Oper, Oratorium und Neues Musiktheater sang sie mit bedeutenden Orchestern, Opernhäusern und Ensembles wie den Münchner Philharmonikern, der Staatsoper Stuttgart, ilGustoBarocco, dem Sond'Arte Electric Ensemble und dem Aleph Guitarrenquartett. Sie sang die Matthäus-Passion, die H-Moll Messe und das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, den Messias von Georg Friedrich Händel, Regina Coeli von Wolfgang Amadeus Mozart, Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms und Requiem von Frederick Delius, sowie die Rollen der Ninfa in L'Orfeo von Claudio Monteverdi, Tarquino in der Oper Muzio Scevola von Filippo Amadei, Georg Friedrich Händel und Giovanni Bononcini, Soprano Coloratura in A Laugh to Cry von Miguel Azguime und Eulalia in O' KARAKINO von Uday Krishnakumar.

Im Ensemblebereich hat Andrea Engagements beim SWR Vokalensemble, dem Kammerchor Stuttgart und dem Ensemble Cythera. Andrea ist Gründerin des Kollektivs TRIGGER, einem Ensemble von Frauenstimmen, das sich der zeitgenössischen Musik widmet.

2020 erhielt sie die Förderung der Kunststiftung Baden-Württemberg und 2021 die InSzene: Vokal-Förderung (Podium Gegenwart, Deutscher Musikrat) für vielversprechende junge Künstler*innen im Bereich der Neuen Musik. Seit 2020 ist Andrea als Dozentin für Vokalimprovisation an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen tätig. Als Gastdozentin hat Andrea Workshops und Seminare am Balleteatro, Porto, und an der Łódź Universität für Musik, Polen, unterrichtet. 






Andrea Conangla wird derzeit von InSzene, einem Programm des Deutschen Musikrats, gefördert.